Über das Meer nach Tang
In jeder Szene klingen Wind, Lagerfeuer und Fluss anders, und die Musik folgt dem Lauf der Geschichte.
642 nahm das Baekje-Heer die Festung Daeya im Westen Sillas ein, und dort verlor Gotaso, die Tochter von Kim Chun-chu, ihr Leben. Kim Chun-chu ging nach Goguryeo, um Truppen für seine Rache zu erbitten, wurde aber eingesperrt und kam nur dank einer List aus der Geschichte von der Schildkröte und dem Hasen mit knapper Not lebend zurück. Der Weg zu einem Bündnis mit Goguryeo war versperrt.
Figuren
Reist übers Meer nach Tang
Begleitet seinen Vater
Kim Chun-chus
Cousine von Königin Seondeok
Kim Chun-chus Schwager
Im ersten Monat 647 starb Königin Seondeok, und ihre Cousine Seungman bestieg den Thron: Königin Jindeok.
Das Samguk Sagi berichtet, sie sei üppig und schön gewesen, sieben Fuß groß, und wenn sie die Arme hängen ließ, hätten ihre Hände bis unter die Knie gereicht.
Im dritten Monat 648 eroberte der Baekje-General Uijik gut zehn Festungen an Sillas Westgrenze.
sind gefallen!
Kim Yu-sin zog aus und schlug das Baekje-Heer zurück. Doch die Kämpfe wiederholten sich Jahr für Jahr.
und um Truppen bitten.
eine weite Reise antreten.
Im Winter jenes Jahres schickte Königin Jindeok Kim Chun-chu und seinen Sohn Mun-wang nach Tang.
kehrt auch diesmal lebend zurück.
um Euch wiederzusehen.
Kim Chun-chu bestieg mit seinem Sohn Mun-wang das Schiff nach Tang. Es war eine weite Fahrt über das Gelbe Meer.
hat kein Ende.
Darum überqueren wir es.
Legt das hier um.
Tagelang übers Meer, dann ein weiter Weg über Land—
Endlich die Hauptstadt der Tang:
Chang’an.
Kaiser Taizong von Tang schickte Liu Heng, seinen Minister für kaiserliche Bankette, vor die Stadtmauern, um den Gast aus der Ferne zu empfangen.
aus der Ferne zu empfangen.
stattliche Erscheinung!
Als Taizong Kim Chun-chus würdevolle, stattliche Erscheinung sah, behandelte er ihn mit großer Gunst.
Kim Chun-chu bat darum, in der Staatsakademie das Shidian (das Opfer für Konfuzius) und die Vorträge der Gelehrten sehen zu dürfen. Taizong erlaubte es.
die ein Reich trägt.
Taizong schenkte ihm die Texte der „Stele der heißen Quellen“ und der „Jinci-Stele“, die er selbst verfasst hatte, sowie das neu zusammengestellte Geschichtswerk Buch der Jin.
Eines Tages empfing Taizong Kim Chun-chu unter vier Augen und beschenkte ihn reichlich mit Gold und Seide.
auf dem Herzen?
doch seit vielen Jahren dient es dem Himmlischen Hof.
und uns den Weg zum Himmlischen Hof versperrt.
wird unser ganzes Volk gefangen,
und wir können nie wieder kommen.
Eures Kim Yu-sin.
Was ist er für ein Mann?
Ohne die Macht des Sohnes des Himmels
werden wir unserer Nachbarn nicht Herr.
„Wahrlich, ein Land der Edlen!“, sagte Taizong und versprach, Truppen zu schicken.
Jahre später schrieb Kim Chun-chus Sohn, König Munmu, Taizong habe damals über Goguryeo und Baekje dieses Versprechen gegeben:
Habe ich die beiden Reiche befriedet,
soll das Land südlich von Pjöngjang, Baekjes Land,
ganz euch, Silla, gehören,
damit ihr für immer in Frieden lebt.
我平定兩國 平壤已南百濟土地 並乞你新羅 永爲安逸 — Samguk Sagi, König Munmu, 11. Jahr, „Antwort an Xue Rengui“
Kim Chun-chu trug noch eine weitere Bitte vor.
der chinesischen Ordnung folgt.
Taizong schenkte Kim Chun-chu und seinen Begleitern kostbare Gewänder aus dem Palast, verlieh Kim Chun-chu den Ehrenrang Tejin („Besonders Befördert“) und ernannte Mun-wang zum General der Linken Militärgarde.
Als die Zeit der Heimkehr kam, ließ Taizong die Beamten vom dritten Rang aufwärts ein Fest zu Kim Chun-chus Abschied geben.
sieben Söhne.
und Eure Majestät bewachen.
So blieb sein Sohn Mun-wang in Chang’an.
Ich werde Silla von hier aus schützen.
auf dich auf.
ich gehe jetzt. Auf Wiedersehen!
Sechs Jahre nachdem er seine Tochter verloren hatte, ließ er nun seinen Sohn in einem fernen Land zurück.
Die Heimfahrt nach Silla. An Bord waren die kostbaren Gewänder und Schriften, die Taizong ihm geschenkt hatte.
mich um Meeresgeschichten anbetteln.
so viel du willst.
Da tauchten Goguryeo-Schiffe auf, die das Meer patrouillierten.
Euren Hut und Euer Gewand!
mit hohem Hut.
lebt Silla.
Kim Chun-chu stieg in ein kleines Boot um.
schnell.
On Gun-hae saß in hohem Hut und Prunkgewand auf dem Schiff.
Die Goguryeo-Patrouille hielt ihn für Kim Chun-chu, ergriff ihn und tötete ihn.
In dem kleinen Boot kehrte Kim Chun-chu lebend nach Silla zurück.
Als Königin Jindeok die Nachricht hörte, war sie tief betrübt.
und seine Nachkommen werden reich belohnt.
diese Treue je vergessen?
und nun sehe ich Euch lebend wieder.
und Eurer Tochter heimgeholt.
In jenem Jahr tauschte Kim Yu-sin acht Baekje-Befehlshaber, die er im Okmun-Tal gefangen genommen hatte, gegen die Gebeine der beiden ein, die auf Baekje-Gebiet begraben lagen.
Im ersten Monat 649 legten Sillas Beamte zum ersten Mal Gewänder und Kappen nach chinesischer Art an.
ist so ungewohnt.
649 starb Kaiser Taizong von Tang.
Die versprochenen Truppen
waren noch nicht gekommen.
650 verfasste Königin Jindeok das Gedicht „Ode an den Großen Frieden“ zum Lob der Tang und wob es in Seide.
hoch, hoch erstrahlt des Kaisers Herrschaft…
Zwanzig Zeilen zu je fünf Zeichen – ein Lied, das Tang und seinen Kaiser hoch pries.
Im sechsten Monat jenes Jahres brach Kim Chun-chus ältester Sohn Beommin mit der Seide der „Ode an den Großen Frieden“ nach Tang auf.
Gaozong, Taizongs Nachfolger, war hocherfreut und verlieh Beommin das Amt des Ministers des kaiserlichen Schatzamts.
650 gab Silla seinen eigenen Äranamen auf und begann, den Tang-Äranamen „Yonghui“ zu verwenden.
Am ersten Tag des ersten Monats 651 fand zum ersten Mal die Zeremonie statt, bei der die Herrscherin die Neujahrsglückwünsche der Beamten entgegennahm (Hajeongnye).
Sillas Tracht, sein Äraname und seine Riten
glichen sich nach und nach Tang an.
Im dritten Monat 654 starb Königin Jindeok.
Das Samguk Sagi berichtet, die achtundzwanzig Herrscher vom Gründer Hyeokgeose bis zu Königin Jindeok seien „Heiliger Knochen“ genannt worden, die Könige danach „Wahrer Knochen“.
Die Höflinge baten den Ichan Alcheon, die Staatsgeschäfte zu übernehmen.
und habe keine Tugend vorzuweisen.
kommt heute niemand Herrn Chun-chu gleich.
Er ist wahrlich ein Held, der die Welt retten kann.
Dreimal lehnte Kim Chun-chu ab.
Doch schließlich
bestieg er den Thron.
654 bestieg Kim Chun-chu den Thron: König Taejong Muyeol.
Nach der Einteilung des Samguk Sagi war er der erste König aus dem Wahren Knochen.
von hier aus schützen.
lebt Silla.
Das Versprechen, das jenseits des Meeres gegeben worden war, war noch nicht erfüllt.
Ein Sohn, in Chang’an zurückgelassen, ein Freund, auf dem Meer geblieben.
Und an der Seite des Königs Kim Chun-chu stand stets ein Mann.
Ein General mit dem Schwert an der Seite:
Kim Yu-sin.
