Der König, der den Han-Fluss gewann
In jeder Szene klingen Wind, Lagerfeuer und Fluss anders, und die Musik folgt dem Lauf der Geschichte.
In der letzten Folge lernten wir König Beopheung von Silla kennen. Als der König, der den Gesetzeskodex verkündet hatte, einen Tempel bauen wollte, widersetzten sich die Adligen, und der junge Höfling Ichadon soll sein Leben geopfert haben, um dem Buddhismus den Weg zu bahnen. 532 kam Kim Gu-hae, der König von Geumgwan, und ergab sich. Als König Beopheung 540 starb, folgte ihm sein Neffe und Enkel durch die Tochter, Sammaekjong, auf den Thron.
Figuren
Wurde mit sieben König
Unterwarf Usan
In jungen Jahren Mönch
Zwölfsaitige Gayageum
Großvater von Kim Yu-sin
Im siebten Monat 1816. Bibong, ein Gipfel des Bukhansan, nördlich von Hanyang, der Hauptstadt von Joseon.
andere sagen, sie trage gar keine Schrift.
ist Schrift!
Es war eine Stele, die über 1.200 Jahre zuvor ein König von Silla auf diesem Gipfel errichtet hatte.
Silla war ein Reich, dessen Hauptstadt Seorabeol im äußersten Südosten der Koreanischen Halbinsel lag.
Wie kam ein König dieses Reiches dazu, auf einem Berggipfel am fernen Han-Fluss eine Stele zu errichten?
Die Geschichte beginnt im Jahr 540 in Seorabeol.
Als König Beopheung im Herbst 540 starb, bestieg sein siebenjähriger Neffe Sammaekjong, zugleich der Sohn seiner Tochter, den Thron.
Da der König noch ein Kind war, regierte seine Mutter, die Königinmutter, an seiner Stelle.
ist so schwer.
was schwer ist.
über alle Truppen, innen wie außen!
mit meinem Leben.
Im Frühling, im dritten Monat 541, fiel in Seorabeol der Schnee einen Fuß hoch.
Im siebten Monat 545 trat der Ichan Isabu vor den König.
damit alle künftigen Zeiten es sehen.
was sollen die Nachgeborenen dann lesen?
und schreibt die Geschichte des Reiches.
einmal Mönch?
Geochilbu hatte sich in jungen Jahren den Kopf geschoren, war Mönch geworden und weit umhergezogen.
Der junge Geochilbu war als Mönch nach Goguryeo gegangen, um das Land auszukundschaften. Dort legte gerade der berühmte Dharma-Meister Hyeryang die Sutren aus.
aber du bist kein gewöhnlicher Mensch.
von Euch zu lernen, Meister.
Geh rasch heim, bevor man dich fasst.
du wirst einmal ein General werden.
tu mir kein Leid an.
Das schwöre ich bei der strahlenden Sonne!
Geochilbu kehrte geradewegs nach Silla zurück, trat in den Staatsdienst und verfasste auf Befehl des Königs das Guksa.
Als Goguryeo 548 zusammen mit den Ye die Baekje-Festung Doksan angriff, gab der König dem General Ju Jin 3.000 schnelle Krieger und schickte ihn Baekje zu Hilfe.
Baekje und Silla standen seit über hundert Jahren gemeinsam gegen Goguryeo.
550 nahmen Baekje und Goguryeo einander je eine Festung ab: Baekje die Festung Dosal, Goguryeo die Festung Geumhyeon.
Nehmt jetzt die beiden Festungen!
Isabu nahm beide Festungen ein, verstärkte ihre Mauern und ließ 1.000 gepanzerte Soldaten zur Bewachung zurück.
Um diese Zeit überquerte das Heer von Silla den Jungnyeong-Pass und nahm Jeokseong am Namhan-Fluss (heute Danyang, Nord-Chungcheong) ein.
Für seine Verdienste wird er belohnt!
Auf dem Stein mit diesem Befehl standen auch die Namen von Generälen wie Isabu und Mu-ryeok.
die Jahre nach „Gaeguk“!
Im ersten Monat 551 änderte der nun achtzehnjährige König den Äranamen in „Gaeguk (開國)“.
Im dritten Monat 551 machte der König auf einer Inspektionsreise in Nangseong Halt; als er hörte, dass Ureuk, ein Musiker aus Gaya, und sein Schüler Nimun sich gut auf Musik verstanden, ließ er sie eigens rufen.
nach den zwölf Monaten schuf.
Ureuk war mit seinem Instrument nach Silla gekommen, als in Gaya Unruhen ausbrachen. Beide komponierten neue Stücke und spielten sie vor dem König.
In jenem Jahr befahl der König acht Generälen, darunter Geochilbu und Gujin, zusammen mit Baekje Goguryeo anzugreifen.
Als Baekje zuerst am Unterlauf des Han durchbrach, nutzten Geochilbu und die anderen den Schwung und nahmen die zehn Kreise jenseits des Jungnyeong-Passes und diesseits von Gohyeon ein.
Da stand ein alter Mönch mit seinen Schülern am Wegrand. Es war Hyeryang.
Wie kann ich Euch das je vergelten?
sein Untergang ist nicht mehr fern.
Nehmt mich mit in Euer Land.
Geochilbu kehrte mit Hyeryang im selben Wagen zurück. Der König machte Hyeryang zum Seungtong, dem Oberhaupt der Mönche des Reiches, und hielt zum ersten Mal die Versammlung der Hundert Sitze und das Palgwanhoe ab.
Seorabeol, 553. Seit zwei Jahren hielt Baekje den Unterlauf des Han, Silla den Oberlauf.
mit Baekje brechen?
erreicht über das Meer China.
Im siebten Monat 553 entriss Silla Baekje dessen Nordostgrenze, das Land am Unterlauf des Han, und richtete dort die Provinz „Sinju“ ein.
ist alles Silla-Land!
Es war Land, das man Baekje entrissen hatte – dem Verbündeten, mit dem man zwei Jahre zuvor Seite an Seite gekämpft hatte.
Im zehnten Monat 553 nahm der König die Tochter des Königs von Baekje als „Nebenkönigin“ (Sobi) zur Frau.
Es war der König, der Baekje drei Monate zuvor das Land am Han entrissen hatte. Warum es zu dieser Ehe kam, ist nirgends überliefert.
Im siebten Monat 554 griff Myeongnong (König Seong), der König von Baekje, zusammen mit Gaya die Silla-Festung Gwansan an.
Die Silla-Truppen, die die Festung Gwansan hielten, wurden zurückgedrängt.
Als Kim Mu-ryeok, der Militärgouverneur von Sinju, davon erfuhr, eilte er mit den Truppen von Sinju zur Festung Gwansan.
In jener Nacht erreichte der König von Baekje mit nur fünfzig Fußsoldaten und Reitern Gucheon.
Sillas Aufzeichnungen vermerkten, Dodo, der Adjutant von Kim Mu-ryeok, habe den König von Baekje rasch angegriffen und getötet.
Sillas Aufzeichnungen vermerkten, in dieser Schlacht seien vier Jwapyeong von Baekje und 29.600 Soldaten niedergemacht worden.
Nicht ein einziges Pferd
kehrte heim.
匹馬無反者 — Samguk Sagi, Annalen von Silla, König Jinheung, 15. Jahr (554)
Die Siegesnachricht erreichte Seorabeol. Im Palast von Seorabeol lebte die Nebenkönigin, die neun Monate zuvor aus Baekje eingeheiratet hatte.
was schwer ist.
Was die beiden an jenem Tag miteinander sprachen, ist nirgends überliefert.
Im zehnten Monat 555 reiste der König persönlich bis zum Bukhansan und legte die Grenzen des neu gewonnenen Landes fest.
ins Meer mündet—
Nach seiner Rückkehr im elften Monat erließ er den Orten, durch die er gekommen war, die Steuern eines Jahres und begnadigte alle Gefangenen außer jenen, die zwei bestimmte Verbrechen begangen hatten.
Später wurde auf diesem Gipfel eine Stele errichtet, die von der Inspektionsreise des Königs durch dieses Land berichtete.
An jeder Grenze des Landes, das der König gewonnen hatte, erhob sich eine Stele.
562 bezwang Isabu zusammen mit Sadaham, einem fünfzehn- oder sechzehnjährigen Hwarang, Daegaya.
568 ließ der König auch weit im Nordosten, in Hwangchoryeong und Maullyeong, Stelen errichten.
Auf den Stelen nannte sich der König „Wir“ (Jim) und schrieb:
Nach allen Seiten weiteten Wir die Grenzen und gewannen weithin Volk und Land;
die Nachbarreiche schworen Treue, und Friedensgesandte kamen und gingen.
四方託境 廣獲民土 隣國誓信 和使交通 — Maullyeong-Stele, Hwangchoryeong-Stele (568)
Im Frühling 572 starb Kronprinz Dongnyun noch vor seinem Vater. Im zehnten Monat jenes Jahres hielt der König für die im Kampf gefallenen Soldaten sieben Tage lang in einem Tempel vor der Stadt das Palgwanhoe ab.
die Lichter auch?
Im Frühling 576 ließ der König herausragende junge Männer auswählen und prächtig schmücken; man nannte sie „Hwarang“ und erwies ihnen Ehre.
da ziehen wir hin!
Die Hwarang und ihre Gefolgschaft übten sich gemeinsam im rechten Weg, erfreuten sich an Gesang und Musik und durchwanderten berühmte Berge und Flüsse.
In seinen letzten Jahren schor sich der König den Kopf, legte die Mönchsrobe an und nannte sich „Beobun“.
Im Herbst, im achten Monat 576, starb König Jinheung. Es war das siebenunddreißigste Jahr seiner Herrschaft.
Im sechsten Monat 1817 stieg Kim Jeong-hui mit Jo In-yeong erneut auf diesen Gipfel, untersuchte die 68 erhaltenen Schriftzeichen und entzifferte sie.
So kam der Name des Königs, der unter dem Moos vergessen gewesen war, wieder ans Licht.
Mit dem Han-Fluss in seiner Hand schickte Silla nun Gesandtschaft um Gesandtschaft über das Gelbe Meer nach China.
Das kleine Reich im äußersten Südosten der Koreanischen Halbinsel
stand nun im Mittelpunkt der Drei Reiche.
