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Folge 24Dorim, der Go spielende Mönch
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Folge 24

Dorim, der Go spielende Mönch

König Gaero von Baekje · 475
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🎧 Mit Ton wird es noch lebendiger.
In jeder Szene klingen Wind, Lagerfeuer und Fluss anders, und die Musik folgt dem Lauf der Geschichte.
Was bisher geschah

427 verlegte König Jangsu von Goguryeo die Hauptstadt von der Festung Gungnae nach Pjöngjang am Taedong-Fluss. Er nahm Feng Hong, den vor den Nördlichen Wei geflohenen König der Nördlichen Yan, auf, ließ ihn aber am Ende töten, und am Namhan-Fluss blieb eine Goguryeo-Stele zurück, die Sillas König „Maegeum der Ostbarbaren“ nannte. Nach achtundneunzig Lebensjahren starb König Jangsu 491.

Figuren

König GaeroKönig von Baekje.
Liebt das Go-Spiel
DorimEin Mönch aus Goguryeo.
Geht nach Baekje hinüber
König JangsuKönig von Goguryeo.
Im Jahr 475 zweiundachtzig
MunjuKönig Gaeros Sohn.
Sangjwapyeong (Erster Minister)
Jaejeung GeolluEin General Goguryeos.
Stammt aus Baekje
Goi MannyeonEin General Goguryeos.
Stammt aus Baekje

Die Geschichte führt nun zurück ins Jahr 455. Südlich des Han-Flusses lag Hanseong, die Hauptstadt Baekjes.

Gyeongsa, der älteste Sohn König Biyus, bestieg den Thron. Dieser König, der das Go-Spiel über alles liebte, ist als König Gaero bekannt.

König GaeroSchon wieder gewonnen!

Im Jahr 472 schickte König Gaero Gesandte mit einem Schreiben zu den Nördlichen Wei, der großen Macht in Nordchina.

König GaeroMein bescheidenes Reich und Goguryeo
stammen beide aus Buyeo.
Über dreißig Jahre Kampf gegen Goguryeo
haben all unseren Reichtum und unsere Kraft verzehrt.

Das Schreiben fuhr fort:

Wenn Ihr rasch auch nur einen General schickt
und mein Reich rettet,
will ich meine Tochter senden, damit sie in Eurem Frauenpalast die Böden fegt.

速遣一將 來救臣國 當奉送鄙女 執箒後宮 — Samguk Sagi, Annalen von Baekje, König Gaero, 18. Jahr

Das Schiff mit den Gesandten überquerte das Gelbe Meer in Richtung der Nördlichen Wei.

Der Kaiser der Nördlichen Wei bewirtete die Gesandten aus der Ferne großzügig. Truppen aber schickte er nicht.

Goguryeo dient Uns seit Langem
und hat sich noch nie Unseren Befehlen widersetzt.

於國 未有犯令之愆 — Die Antwort der Nördlichen Wei, überliefert in den Annalen von Baekje im Samguk Sagi

Die Nördlichen Wei schickten ihren Gesandten Shao An nach Baekje, um die Antwort zu überbringen. Shao An wollte durch Goguryeos Gebiet reisen.

Shao AnGesandter der Nördlichen WeiKönig JangsuKönig von Goguryeo
König JangsuDer König von Baekje und ich
sind alte Feinde.
Nach Osten lasse ich
Euch nicht durch.

Shao An und sein Gefolge versuchten es erneut auf dem Seeweg, wurden aber vom Wind abgetrieben und erreichten Baekje nie.

Verbittert über die Nördlichen Wei, hörte König Gaero schließlich auf, Gesandte zu ihnen zu schicken.

Unterdessen schmiedete König Jangsu in Pjöngjang
insgeheim Pläne, Baekje anzugreifen.

König Jangsu suchte jemanden, der sich als Spion nach Baekje einschleichen sollte.

DorimGoguryeo-Mönch
DorimIch bin ein törichter Mönch und habe den Weg nicht erlangt,
doch ich möchte dem Reich seine Gnade vergelten.
Wenn Ihr Euch meiner bedient,
werde ich Eurem Befehl keine Schande machen.
Der Mönch flieht!
Haltet ihn!
König JangsuGeht hin und täuscht den König von Baekje.

Dorim gab sich als flüchtiger Verbrecher aus und floh nach Baekje.

Bald darauf erschien beim König von Baekje ein Mönch, der angeblich nach einem Vergehen aus Goguryeo geflohen war.

DorimIch habe als Junge Go gelernt
und es darin zu einiger Meisterschaft gebracht.
Ich würde gern an Eurer Seite
eine Partie spielen.

Als der König ihn rufen ließ und mit ihm spielte,

König GaeroHm…!

zeigte sich: Er war wahrhaftig der beste Spieler des Landes, ein Großmeister.

Der König erhob Dorim zu seinem Ehrengast (Sanggaek) und hatte ihn stets an seiner Seite. Beide bedauerten, einander nicht früher begegnet zu sein.

König GaeroWarum treffen wir uns
erst jetzt!

Eines Tages ergriff Dorim leise das Wort.

DorimIch habe Euch nichts als Go geboten
und war Euch nicht im Geringsten von Nutzen.
Nun möchte ich Euch einen Rat geben.
König GaeroSprecht. Wenn es dem Reich nützt,
ist es genau das, was ich mir von Euch erhoffe, Meister.
DorimMajestät, Euer Reich ist ringsum
von Bergen und Hügeln, Flüssen und Meer umgeben.
Eine Festung, vom Himmel geschaffen –
kein Nachbar wagt es, die Hand danach auszustrecken.

Schon vor langer Zeit hatten Onjos Gefolgsleute dieses Land „eine vom Himmel gesandte Festung“ genannt.

Darum müsstet Ihr, Majestät, mit erhabener Macht und reichem Wohlstand
Augen und Ohren aller in Staunen versetzen, doch…

王當以崇高之勢 富有之業 竦人之視聽 — Samguk Sagi, Annalen von Baekje, König Gaero, 21. Jahr

die Mauern sind nicht ausgebessert,
der Palast ist nicht instand gesetzt,
die Gebeine des verstorbenen Königs
ruhen in einem Behelfsgrab im Freien,
und die Häuser des Volkes
stürzen immer wieder im Hochwasser ein.
DorimUm Euretwillen, Majestät,
halte ich das für falsch.
König GaeroGut!
Ich werde es tun!
…Der Stein
ist gesetzt.

Der König bot das ganze Volk auf. Man dämpfte Erde, schüttete daraus Mauern auf und baute darin Paläste, Türme und Pavillons.

Alles war prächtig und prunkvoll.

ArbeiterSchon wieder Mauern bauen…

Aus dem Ukriha (dem Han-Fluss) holte man große Steine, fertigte daraus einen steinernen Sarkophag und bestattete darin die Gebeine seines Vaters, König Biyu.

Auch Deiche wurden entlang des Flusses aufgeschüttet, von östlich von Saseong bis nördlich von Sungsan.

König GaeroEndlich wird Vater
würdig bestattet.

Die Speicher des Staates waren leer, das Volk verarmte und litt Not.

KindMama, ich hab Hunger…
MutterWenn Papa mit den Mauern fertig ist
und heimkommt…

Laut dem Samguk Sagi war das Reich damals in größerer Gefahr „als ein Stapel aufgetürmter Eier“.

Als die Staatskasse erschöpft war, stahl sich Dorim davon und kehrte nach Goguryeo zurück.

DorimIhr wart ein guter Gegner,
Majestät.
König GaeroMeister…?
König GaeroWarum treffen wir uns erst jetzt!

Dorim kehrte nach Pjöngjang zurück und berichtete König Jangsu über die Lage in Baekje.

DorimDie Speicher sind leer, das Volk ist erschöpft.
König JangsuNun ist es Zeit,
das Brett abzuräumen.

Erfreut übergab König Jangsu seinen Generälen Truppen.

Im neunten Monat des Jahres 475 stürmten 30.000 Soldaten Goguryeos auf Hanseong, die Hauptstadt Baekjes, zu.

Goi MannyeonGoguryeo-General · Stammt aus BaekjeJaejeung GeolluGoguryeo-General · Stammt aus Baekje

Angeführt wurden die Truppen von Daero Jeu, Jaejeung Geollu, Goi Mannyeon und anderen.

Geollu und Mannyeon stammten ursprünglich aus Baekje. Sie hatten dort Verbrechen begangen und waren nach Goguryeo geflohen.

GoguryeoBaekjeSillaGelbes MeerOstmeerAm Han-FlussGeum-FlussPjöngjangHauptstadt von GoguryeoHanseongHauptstadt von BaekjeUngjinHeute Gongju, Süd-ChungcheongGeumseongHauptstadt von Silla (Gyeongju)9. Monat 475 · 30.000 Goguryeo-SoldatenMunju bittet um HilfeAm Han-FlussBerg AchasanNordfestung(Pungnap)Südfestung(Mongchon)Grenzen sind nur ungefähr;Lage der Festungen nach Forschermeinung
König GaeroIch war ein Narr
und habe einem Betrüger geglaubt.
MunjuKönig Gaeros Sohn · Sangjwapyeong
Das Volk ist ausgezehrt, das Heer schwach –
wer würde jetzt für mich kämpfen?
König GaeroIch werde für das Reich sterben,
doch du musst nicht auch sterben.
Flieh schnell
und führe das Königshaus fort.
MunjuVater…!

Munju brach mit Mokhyeop Manchi und Jomi Geolchwi nach Süden auf – um Silla um Hilfe zu bitten.

MunjuIch komme…
ganz gewiss zurück.

Das Heer Goguryeos teilte sich in vier Abteilungen und bedrängte Hanseong von zwei Seiten. Der König konnte nur die Tore verriegeln; zum Kampf hinauszuziehen vermochte er nicht.

Das Heer Goguryeos nutzte den Wind, legte Feuer und brannte die Tore nieder.

Nach sieben Tagen fiel die Nordfestung.

Als das Heer Goguryeos gegen die Südfestung (vermutlich die heutige Erdfestung Mongchon) vorrückte, ergriff die Menschen darin Entsetzen.

Die Nordfestung
soll gefallen sein!

Mit einigen Dutzend Reitern verließ der König die Festung durch das Tor und floh nach Westen.

Die Goguryeo-Truppen setzten ihm nach. Der General Geollu und die anderen erkannten den König, stiegen von den Pferden und verneigten sich.

Jaejeung Geollu…Majestät.

Dann spuckten sie dem König dreimal ins Gesicht und hielten ihm seine Verbrechen eines nach dem anderen vor.

König GaeroIch war ein Narr…

Gefesselt wurde der König an den Fuß der Festung Acha geschleppt und verlor dort sein Leben.

Munju kehrte mit 10.000 Soldaten aus Silla zurück. Doch das Heer Goguryeos war bereits abgezogen.

MunjuVater…!

Die Festung war gefallen, der König tot. Das Heer Goguryeos war mit 8.000 gefangenen Männern und Frauen heimgezogen.

Munju bestieg den Thron. Im zehnten Monat jenes Jahres verlegte König Munju die Hauptstadt nach Süden, nach Ungjin (heute Gongju, Süd-Chungcheong).

König Munju…Baekje ist
nicht am Ende.
König GaeroWarum treffen wir uns erst jetzt!

So verlor das Go-Brett am Han-Fluss seinen Herrn.

Baekje verlor seine Hauptstadt am Han-Fluss, die es der Überlieferung nach seit Onjos Zeiten gehalten hatte.

Doch Baekje ging nicht unter.
Im südlichen Ungjin wartete es auf den Tag, an dem es sich wieder erheben würde.

Ende von Folge 24

Geschichtsnotizen

Die Szenen dieser Geschichte wurden auf Grundlage der folgenden Quellen und Fundstätten gezeichnet.

  1. Frühe Ausgabe des Samguk SagiFrühe Ausgabe des Samguk Sagi (Nationalschatz)

    Dorim, der Go spielende Mönch

    Die Geschichte von Dorim steht nur im Eintrag zum 21. Jahr König Gaeros (475) in den Annalen von Baekje des Samguk Sagi. Als König Jangsu einen Spion für Baekje suchte, meldete sich der Mönch Dorim; er gab sich als flüchtiger Verbrecher aus, ging nach Baekje und wurde Ehrengast König Gaeros, der „Bak“ (博) liebte, Brettspiele wie Go (wann Dorim nach Baekje kam, ist nicht überliefert). Dann soll er den König dazu gebracht haben, Mauern und Paläste prächtig auszubauen und das Grab seines Vaters sowie die Flussdeiche zu erneuern, bis die Staatsspeicher leer waren, und sei nach Goguryeo zurückgekehrt. Manche halten dies für eine stark vereinfachte Erzählung, in der die List eines Einzelnen ein Reich zu Fall bringt; einige Forscher richten den Blick daher auf die großen Bauvorhaben selbst, mit denen König Gaero die Königsmacht stärken wollte. In der „Biographie von Domi“ unter den Biographien des Samguk Sagi erscheint ein „König Gaeru“, der einem einfachen Mann die Frau rauben wollte; viele halten ihn für König Gaero.

    Samguk Sagi, Annalen von Baekje, König Gaero, 21. Jahr
  2. Höhle 20 der Yungang-GrottenHöhle 20 der Yungang-Grotten, Datong, China · Großer Buddha, im 5. Jahrhundert von den Nördlichen Wei gemeißelt

    472: Das Schreiben an die Nördlichen Wei

    472 schickte König Gaero die Gesandten Yeo Ye und Jang Mu mit einem Schreiben zu den Nördlichen Wei. Baekje und Goguryeo stammten beide aus Buyeo, schrieb er, doch Goguryeos Angriffe hätten über 30 Jahre lang Baekjes Reichtum und Kraft aufgezehrt; schicke man ihm nur einen einzigen General, werde er sogar seine Tochter in den Frauenpalast des Kaisers senden. In diesem Schreiben behauptete König Gaero, sein Vorfahr König Geungusu (Eigenname Su) habe König Gogugwon (Soe) enthauptet – Kim Bu-sik merkte dazu an, das sei „übertrieben“ (Folge 17). Die Nördlichen Wei lehnten ab, da Goguryeo sich nie ihren Befehlen widersetzt habe, und der Gesandte, der die Antwort überbringen sollte, erreichte Baekje nicht: Goguryeo versperrte ihm den Weg, und auf See trieb ihn der Wind zurück. Daraufhin brach König Gaero den Gesandtenverkehr mit den Nördlichen Wei ab.

    Samguk Sagi, Annalen von Baekje, König Gaero, 18. Jahr · Annalen von Goguryeo, König Gogugwon
  3. Erdfestung Mongchon, SeoulErdfestung Mongchon · Songpa-gu, Seoul (vermutlich die Südfestung)

    Nord- und Südfestung von Hanseong

    Laut dem Samguk Sagi nahm das Heer Goguryeos 475 die Nordfestung nach sieben Tagen ein und griff dann die Südfestung an. Forscher sehen in der Erdfestung Pungnap am Han-Fluss meist die Nordfestung und in der etwa 1 km südlich gelegenen Erdfestung Mongchon die Südfestung. Die Erdfestung Pungnap ist eine große Erdfestung, deren Umfang ursprünglich wohl über 3,5 km betrug; in der Erdfestung Mongchon wurden Reste von Gebäuden mit Ondol-Fußbodenheizung samt Goguryeo-Keramik nachgewiesen, die man als Spuren von Goguryeo-Truppen deutet, die nach 475 eine Zeit lang dort lagen.

    Samguk Sagi, Annalen von Baekje, König Gaero, 21. Jahr · Ausgrabungen in den Erdfestungen Pungnap und Mongchon
  4. Achasan-Fort Nr. 4Achasan-Fort Nr. 4 · Reste eines kleinen Forts, in dem Goguryeo-Soldaten lagen

    Der Achasan und die Forts Goguryeos

    König Gaero soll an den Fuß der Festung Acha (auch Festung Adan genannt) geschleppt und getötet worden sein. Manche sehen in ihr die Festung Achasan in Gwangjin-gu, Seoul, doch die heute erhaltenen Steinmauern stammen nachweislich von Silla aus dem frühen 7. Jahrhundert. Auf den Kämmen von Achasan und Yongmasan sind 29 kleine Forts erhalten, die das Heer Goguryeos anlegte (seit 2004 als historische Stätte „Fortanlagen am Achasan“ geschützt); man nimmt an, dass hier die Goguryeo-Truppen lagen, die nach 475 das Becken des Han-Flusses hielten, bis sie sich um 551 zurückzogen. Gefunden wurden Ondol-Böden, eine Schmiede und Goguryeo-Keramik.

    Enzyklopädie der koreanischen Kultur · Samguk Sagi, Annalen von Baekje, König Gaero, 21. Jahr
  5. Festung Achasan, SeoulFestung Achasan, Seoul · Vermutlich die „Festung Acha“, an der König Gaero starb

    Geollu, Mannyeon und Kim Bu-sik

    Jaejeung Geollu und Goi Mannyeon (Jaejeung und Goi sind zweisilbige Familiennamen) stammten ursprünglich aus Baekje; nach Verbrechen flohen sie nach Goguryeo und kehrten 475 zusammen mit Daero Jeu an der Spitze von Truppen zurück. Laut dem Samguk Sagi erkannten sie den König, stiegen ab und verneigten sich, spuckten ihm dann dreimal ins Gesicht, hielten ihm seine Verbrechen vor, fesselten ihn und schickten ihn fort. Kim Bu-sik verurteilte sie in seinem Kommentar: „Weil sie ihrer Verbrechen wegen im eigenen Land nicht geduldet wurden, führten sie das feindliche Heer heran, fesselten ihren einstigen Herrn und taten ihm Gewalt an. Ihre Treulosigkeit war maßlos.“

    Samguk Sagi, Annalen von Baekje, König Gaero, 21. Jahr (Kommentar)
  6. Geumseoru-Pavillon der Festung Gongsan, GongjuFestung Gongsan, Gongju · Königsfestung Baekjes in der Ungjin-Zeit (das Tor ist ein moderner Nachbau)

    Nach Ungjin – und ein Jahr Unterschied

    König Gaeros Sohn Munju unterstützte seinen Vater als Sangjwapyeong (Erster Minister). Er ging nach Silla und kehrte mit 10.000 Soldaten zurück, doch da war die Festung schon gefallen und der König tot; er bestieg den Thron und verlegte im zehnten Monat jenes Jahres die Hauptstadt nach Ungjin (heute Gongju, Süd-Chungcheong). Das Samguk Sagi beschreibt ihn als sanftmütig und wenig entschlussfreudig, aber seinem Volk zugetan. Der Anfang des Eintrags zum 21. Jahr König Gaeros in den Annalen von Baekje sowie die Annalen von Goguryeo und Silla berichten, König Jangsu habe das Heer persönlich angeführt (Folge 23); der Abschnitt über Dorim dagegen sagt, er habe seinen Generälen Truppen übergeben – dieser Version folgt die vorliegende Folge. Laut den Annalen von Goguryeo kam das Heer 30.000 Mann stark und führte 8.000 Männer und Frauen als Gefangene fort; die Annalen von Silla verzeichnen das Geschehen ein Jahr früher, im Eintrag zum siebten Monat des 17. Jahres von Jabi Maripgan (474). Das Nihon Shoki bezeichnet Munju sogar als jüngeren Bruder König Gaeros von derselben Mutter.

    Samguk Sagi, Annalen von Baekje, König Munju · Annalen von Goguryeo, König Jangsu · Annalen von Silla, Jabi Maripgan
  7. Erfundene Szenen

    Dorim, der beim Überqueren des Flusses vorgibt, verfolgt zu werden, die Szene auf dem Berg mit dem Blick über das Land, die hungernde Familie, der leere Platz, der Turm aus Go-Steinen, das Go-Brett im zerstörten Pavillon, die Rückblende, in der Geollu und Mannyeon über den Fluss fliehen, Dorims nächtliche Abfahrt im Boot, die Rufe der Verfolger und Dorims Bericht in Pjöngjang sind erfunden. Ebenso die Worte des Königs nach dem gewonnenen Spiel und vor dem steinernen Sarkophag, die Worte des Arbeiters und der einfachen Leute, Dorims Gedanken und Abschiedsworte, König Jangsus Satz, es sei „Zeit, das Brett abzuräumen“, der Ruf der Menschen in der Südfestung, Geollus „Majestät“ und Munjus Worte. Auch die gelben Halstücher von Geollu und Mannyeon wurden hinzugefügt, um zu zeigen, dass sie aus Baekje stammten. König Gaeros Schreiben und die Antwort der Nördlichen Wei, König Jangsus Worte, mit denen er den Weg versperrte, Dorims Worte und das, was König Gaero zu Munju sagte, geben das Samguk Sagi frei wieder.

Schlüsselbegriffe dieser Folge

Nächste Folge

Folge 25 · Das Grab des Königs Muryeong öffnet sich

Sommer 1971, Songsan-ri in Gongju, Süd-Chungcheong. Beim Ausheben eines Wassergrabens stößt ein Spaten auf einen Ziegel. Hinter der Tür des Ziegelgrabs, die der Strahl einer Taschenlampe trifft, schlief der König, der das gestürzte Baekje wieder aufgerichtet hatte.

Bildnachweis

Alle Illustrationen dieses Webtoons sind neu gezeichnet; Namen und Dialoge der Figuren sind auf Grundlage historischer Fakten und Forschungsergebnisse frei nachgestaltet. Datierungen und Deutungen folgen der in der Forschung üblichen Darstellung; wo die Meinungen auseinandergehen, sagen es die Geschichtsnotizen.